Merkblatt
 INSTRUKTIONEN FÜR PATIENTEN MIT ORALER ANTIKOAGULANTION
  1. Das Ihnen verordnete Präparat .................................... verlangsamt die Blutgerinnung. Bei Verletzungen besteht erhöhte Blutungsgefahr und erschwerte Blutstillung.

  2. Die Einnahme des Präparates hat genau entsprechend den Weisungen des Arztes zu erfolgen. Die Tagesdosis darf nicht eigenmächtig erhöht oder reduziert werden. Jede vergessene Einnahme der Dosis und jede Überdosis kann den Behandlungserfolg in Frage stellen.

  3. Die Einnahme des Präparates hat stets zur gleichen Tageszeit zu erfolgen, desgleichen die Blutentnahme für die Kontrollbestimmung.

  4. Die Wirkung des Präparates muss regelmäßig an den von Ihrem Arzt festgesetzten Terminen kontrolliert werden. (Untersuchung des Blutes in einem Spitallabor oder privaten medizinisch-chemischen Labor oder von Ihrem Arzt selbst.)

  5. Eine Vielzahl von Medikamenten und weiteren Substanzen, so vor allem Antibiotika, Schlafmittel, Herzmittel und Mittel gegen Schmerzen und Fieber können die Gerinnungsfähigkeit des Blutes unter Umständen beeinflussen, sei es im Sine einer Blutung oder einer Thrombose (Blutpfropfen). Deshalb ist vor der Einnahme solcher Mittel unbedingt zuerst der Arzt zu fragen.

  6. Falls Sie außer Ihrem Hausarzt noch andere Ärzte konsultieren (z.B. Zahnarzt), ist dieser Ausweis vor jeglichem Eingriff vorzulegen.

  7. Bei Veränderungen Ihres Allgemeinbefindens, insbesondere bei Auftreten von Krankheitssymptomen irgendwelcher Art, sowie von Blutungen (einsetzendes oder verstärktes Zahnfleischbluten, Nasenbluten), ist sofort der behandelnde Arzt oder sein Stellvertreter zu konsultieren.

  8. Dieser Ausweis hat nur dann einen Wert, wenn ihn der Inhaber stets bei sich trägt, zusammen mit der Identitätskarte und Blutgruppenkarte.

  9. Bei Unfall muss dieser Ausweis so rasch wie möglich in die Hand des Sanitäters bzw. Notfallarztes gelangen.

  10. Diätempfehlungen für Marcoumarpatienten:

  11. Verboten*: Erlaubt:
    Lauch Sellerie
    Grüner Salat Tomaten rot
    Paprika grün Paprika rot
    Kohl Spargel
    Spinat Schwarzwurzel
    Fisolen grün Fisolen gelb
    Kochsalat Kürbis gelb
    Kiwi Karotten
    Marillen roh Bananen
    Petersilie Orangen
    Äpfel roh Himbeeren
    Milch und Milchprodukte Ribiseln
    Grüne Teesorten Zitronen gelb
    Alle Kompotte
    Fleisch in jeder Form
    Leichte Wurstsorten
    *bzw. nur in möglichst geringen Mengen

    1. Marcoumar nicht mit Milch einnehmen!
    2. Bei von Marcoumar verursachten Durchfällen hilft der im Handel übliche Orangensaft, Bananen oder Karottensuppe.
    3. Alle angeführten Obst- und Gemüsesorten in kleinen Mengen und nicht täglich zu sich nehmen.

  12. Folgende Erkrankungen beeinflussen die Wirkung von oralen Antikoagulantien:

  13. Wirkung wird gesteigert bei: Wirkung wird vermindert bei:
    Alkoholismus Adipositas
    Leberschaden Durchfall
    Herzinsuffizienz Entwässerung
    Fieber Schilddrüsenunterfunktion
    Schilddrüsenüberfunktion
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